Under Dekonstruktion
siehe vorläufig Leib und Seele

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Innerlichkeit - This Mortal Coil: Lyrik
Innerlichkeit - This Mortal Coil
Mittwoch, 9. April 2008
Vorschlag für einen einsamen Kultabend für Oda Schaefer
Oda Schaefers Todestag jährt sich in diesem September 2008 zum zwanzigsten Male. Ein Grund mehr, einen individuellen Kultabend mit einem Buch Oda Schaefers zu begehen (hier "Grasmelodie" 1959):


Sekundärliteratur:


Monika Bächer
Oda Schaefer (1900-1988)

Leben und Werk

Chironeia – Die unwürdigen Künste
Studien zur deutschen Literatur seit der frühen Moderne, Band 2
Herausgegeben von Sven Hanuschek


2006, ISBN 3-89528-563-3,
464 Seiten, 8 Abb., kart. EUR 45,-


Oda Schaefer (1900-1988) ist vielleicht die bekannteste Unbekannte in der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts. Man begegnet ihr immer wieder in diversen Zusammenhängen, sei es als Lyrikerin, Kolonne-Autorin, „Innere Emigrantin“, Chronistin oder Autobiographin, deren Auskünfte über andere oft zitiert werden – die bislang selbst aber nie Gegenstand einer angemessenen Würdigung geworden ist.

Fundiert auf umfassenden Recherchen in einem noch kaum bearbeiteten Feld, ist die vorliegende Untersuchung die erste umfassende Oda-Schaefer-Monographie überhaupt. Vor allem der Briefwechsel der Autorin mit befreundeten Schriftstellerkollegen wie Erich Kästner, Werner Bergengruen, Günter Eich und Karl Krolow oder – nach dem Zweiten Weltkrieg – Wolfgang Koeppen und Carl Zuckmayer dokumentiert eindrücklich ihre Bedeutung im literarischen Leben ihrer Zeit. Diese Beziehungen werden hier nicht nur individuell gewürdigt, sondern auch in ihren zeitgeschichtlichen und/oder literarhistorischen Kontexten situiert. Damit ergänzt die Untersuchung bereits vorliegende Arbeiten zur Sozialgeschichte der Intellektuellen und Schriftsteller im Deutschland des 20. Jahrhunderts um wesentliche Aspekte.

Neben Ausführungen zur Prosa Oda Schaefers, zu ihren feuilletonistischen Arbeiten sowie ihren Beiträgen für Rundfunk und Fernsehen bilden Präsentation und Analyse ihrer noch heute – vor allem in neueren und neuesten Anthologien – bemerkenswert präsenten Lyrik einen weiteren Schwerpunkt der Studie.

Eine ausführliche Bibliographie am Ende der Arbeit verzeichnet erstmals so vollständig wie möglich die Werke Oda Schaefers, Rezensionen ihrer Werke sowie die Sekundärliteratur.

Inhalt:

* 1. Einleitung – Annäherung an Oda Schaefer
* Oda Schaefer im Internet – Oda Schaefer in Forschungsliteratur und literaturgeschichtlichen Untersuchungen – Oda Schaefer in Lyrik-Anthologien – Resümee

* 2. Oda Schaefer in ihrer Zeit
* 2.1 Oda Schaefer – Biographie
* 2.2 Die Bedeutung Oda Schaefers im literarischen Leben des 20. Jahrhunderts
* 2.2.1 Frühe Kontakte aus den zwanziger und dreißiger Jahren
* Gunter Groll – Erich Kästner – Werner Bergengruen – Günter Eich – Peter Huchel – Elisabeth Langgässer – Karl Krolow
* 2.2.2 Korrespondenzen nach dem Krieg
* Hans Egon Holthusen – Alexander Xaver Gwerder – Carl Zuckmayer – Richard Friedenthal – Hans Sahl – Martha Saalfeld – Wolfgang Koeppen – Marie Luise Kaschnitz – Robert Minder

* 3. Das lyrische Werk Oda Schaefers und seine Rezeption
* Das Elbische – das Orphische
* 3.1 Die Windharfe. Balladen und Gedichte
* 3.1.1 Die Windharfe im Spiegel der Literaturkritik
* 3.2 Irdisches Geleit. Gedichte
* 3.2.1 Irdisches Geleit im Spiegel der Literaturkritik
* 3.3 Madonnen. Ein Bildbuch mit Gedichten
* 3.4 Kranz des Jahres. Zwölf Gedichte
* 3.5 Unter dem sapphischen Mond. Deutsche Frauenlyrik seit 1900
* 3.5.1 Unter dem sapphischen Mond im Spiegel der Literaturkritik
* 3.6 Grasmelodie. Neue Gedichte
* 3.6.1 Grasmelodie im Spiegel der Literaturkritik
* 3.7 Der grüne Ton. Späte und frühe Gedichte
* 3.7.1 Der grüne Ton im Spiegel der Literaturkritik
* 3.8 Oda Schaefer. Wiederkehr. Ausgewählte Gedichte

* 4. Prosa, feuilletonistische Arbeiten und Beiträge für Rundfunk und Fernsehen
* 4.1 Prosa
* 4.1.1 Erzählungen
* 4.1.1.1 Die Kastanienknospe. Erzählungen
* Die Kastanienknospe – Die Libelle – Im Gewitter – Fremdes Leben
* 4.1.1.2 Die Haut der Welt. Erzählungen und Augenblicke
* Kornfrevel – Schritte ohne Spur
* 4.1.2 Kurze Prosastücke
* 4.1.2.1 Unvergleichliche Rose. Kleine Prosastücke
* Unvergleichliche Rose – Warten – Die verzauberte Minute – Lob der Euphorie – Brahms-Sinfonie – Sonntagvormittag – Geruch eines Apfels – Seifenblasen – Erinnere Dich!
* 4.1.2.2 Katzenspaziergang. Poetisches Feuilleton
* Eine frühe Vision – Monolog eines Steins – Zu Fuß im Winter – Entenfrühling – Die Katze, die allein spazieren ging – Die fliegende Prinzessin – Altweibersommersonne liest aus der Hand – Schnecken-Piazza – Es wimmelte von Faunen – Der Wind dreht sich – Unter einer Linde zu liegen – Das Seepferdchen – Zwei Klaviere – Ende des Sommers – Die Malerin
* 4.1.2.3 Die Haut der Welt. Erzählungen und Augenblicke
* Spiegelungen – Die Haut der Welt – Eine jede Kugel trifft ja nicht
* 4.1.3 Autobiographien
* 4.1.3.1 Auch wenn Du träumst, gehen die Uhren. Lebenserinnerungen
* 4.1.3.2 Die leuchtenden Feste über der Trauer. Erinnerungen aus der Nachkriegszeit
* 4.2 Feuilletonistische Arbeiten
* 4.2.1 Literaturkritische Beiträge
* 4.2.2 Gesellschaftskritische und kulturgeschichtliche Essays
* 4.2.2.1 Die Boutique. Von den schönen kleinen Dingen der Mode
* 4.2.2.2 Ladies only oder Von der Kunst Dame zu sein
* 4.2.2.3 Der Dandy
* 4.2.2.4 Und fragst du mich, was mit der Liebe sei. Oda Schaefer antwortet auf eine unbequeme Frage
* 4.2.2.5 Die Haut der Welt. Erzählungen und Augenblicke
* Frauenbilder
* 4.3 Rundfunk- und Fernseharbeiten Oda Schaefers
* 4.3.1 Hörspiele
* 4.3.1.1 In die Nacht hinein
* 4.3.1.2 Libellenbucht. Eine Funkballade
* 4.3.1.3 Die Göttliche
* 4.3.1.4 Belle Epoque
* 4.3.1.5 Die Nacht vor Weihnachten
* 4.3.2 Die schwarze Sonne. Ein Fernsehspiel nach dem Roman Verlöschende Feuer von Horst Lange

* 5. Die literaturkritische Rezeption von Oda Schaefer und ihren Werken

* 6. Ausblick

* Abkürzungsverzeichnis

* Bibliographie
* Bibliographie zum Werk von Oda Schaefer
* Ungedruckte Quellen
* Buchpublikationen von Oda Schaefer, von Oda Schaefer herausgegebene Werke sowie Werke von Oda Schaefer, die von anderen herausgegeben wurden
* Beiträge Oda Schaefers in Zeitungen und Zeitschriften
* Nicht Datiertes / Beiträge ohne Erscheinungsdatum und Angabe des Namens der Zeitung bzw. der Zeitschrift
* Beiträge Oda Schaefers in Buchpublikationen
* Gedichte Oda Schaefers in Anthologien
* Von Rundfunkanstalten bestätigte Rundfunk- und Fernsehbeiträge von und über Oda Schaefer
* Rezensionen zu Oda Schaefer
* Berichte über Oda Schaefer in Zeitungen und Zeitschriften
* Nachrufe
* Rezensionen zu einzelnen Werken
* Sekundärliteratur zu Oda Schaefer
* Sekundärliteratur

* Dank

* Personenregister

Monika Bächer, geb. 1974 in München, wurde 2005 mit der vorliegenden Studie im Fach Neuere Deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert. Sie lebt und arbeitet in München.

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Sonntag, 15. Juli 2007
Überarbeitete Fassung
Glück wirft einen Mantel über
unerkannt geht es mit
die schwarzen Fehlstellen sind gestopft
in Kirschblüten
spiegelt sich das leichte Rot
mancher Sonnenmorgen Lichtzeit
hell sind die Herzen der Pilger
Obacht der lebendigen Steine
nichts ist ohne Odem
mit jedem Ausblick
wächst die Seele
nun der Fremde den Rücken gekehrt
zu den Tälern und Höhen
von der Geste des Verschwindens
erzählten die Väter
aber heute ist alles ganz
und das Glück läßt sich nieder
gerade hier
lauschend den farbigen Tänzen
graue Melodien verwindend
mit der Erde getänzelt
der alten lebendigen Mutter
die wenigen Menschenkinder
gesunden im Rhythmus des Tagwerks
aber die Lunte zündelt:
"Wer schaffen will, muß fröhlich sein"
hier stehen gegen diese Zeit
Zeitlose und aufrichtig Schaffende
was passt nicht?
(2006)

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Sonntag, 17. Juni 2007
Sprache
Es gibt auch eine Bild(er)sprache, die die spezifische "Wortsprache" fortsetzt. Die Umgangssprache auf beiden Ebenen ist manchmal reicher, oft drastischer und meistens aber ärmer an Ausdrucksmittel. (Vgl. dagegen die künstlerisch herausragende Filmbildsprache eines John Ford: fast jede Einstellung mit der ästhetischen Qualität eines gelungenen Gemäldes).

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Montag, 11. Juni 2007
Mein Statement zu Fett und Filz 1984

Château Ste Victoire, Öl a. Lwd.,100 x 80cm 1984 (Schlüsselbild der gleichnamigen Ausstellung mit Katalog)

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Donnerstag, 26. April 2007
"Der Tod des Meeres
Eines Nachts starb das Meer
von einem Ufer zum andern,
sich faltend, schrumpfend,
ein Mantel, den man fortnimmt.
..."

So beginnt das 24strophige Gedicht "Muerte Del Mar" der chilenischen Dichterin Gabriela Mistral(Ps.). Ihr bürgerlicher Name lautete Lucila Godoy Alcaya (1889 - 1957). Sie erhielt 1945 den Literaturnobelpreis für ihr lyrisches Werk, das wiederentdeckt werden kann.

"for her lyric poetry which, inspired by powerful emotions, has made her name a symbol of the idealistic aspirations of the entire Latin American world"
(Nobelpreiskomitee)

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Montag, 16. April 2007
Sinngedicht
Und spreche zu mir, meinem Nächsten

Am Abend schliess Fenster und Türe

Das Dunkel bleibt draussen allein

Im Innern zünde die Leuchte

Von Sein und Dasein, dem meinen

Die Stimme, die leise, die höre im Lichten

Die raumfüllend wiege und wachse

Aus Drinnen hebe das Selbst

Im stillen Lichtlampenschein

Weiss gewiß, im Offenen nun lebe

Und hüte und heile, was Welt

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Montag, 5. Februar 2007
Hier
Verdammt zwischen
Käuflichen Leibern
Zerschundet
Die blanke Hoffnung
Alles
Handauflegen
Gescheiterter
Im Künstlichen
Für alle Zeiten
Genarbt
Steh bei ihm
Maria hilf
Jenes Labyrinth
Des Fleisches und
Steh wieder auf
Lustlos Verirrter
Die Chimären
Hinweg

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Montag, 25. Dezember 2006
Daily Soap
In den neun Monaten meines hiesigen Bloggerns ca. 50 Gedichte verfaßt. Immerhin. Müssen aber noch stellenweise überarbeitet werden.

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Montag, 11. Dezember 2006
Daily Soap
Den halben Tag im Regen herumgelaufen. Um 16 Uhr war es duster. Ein kleines Buch von Gedichten mitgebracht zur Einstimmung in einen romantischen Abend voller Selbstgespräche:


THREE SONNETS ON WOMAN (1817)
WOMAN'! when I behold thee flippant, vain,
Inconstant, childish, proud, and full of fancies;
Without that modest softening that enhances
The downcast eye, repentant of the pain
That its mild light creates to heal again ;
E'en then, elate, my spirit leaps and prances,
E'en then my soul with exultation dances,
For that to love, so long, I've dormant lain :
But when I see thee meek, and kind, and tender,
Heavens ! how desperately do I adore
Thy winning graces;—to be thy defender
I hotly burn—to be a Calidore—
A very Red Cross Knight—a stout Leander—
Might I be loved by thee like these of yore.


Light feet, dark violet eyes, and parted hair;
Soft dimpled hands, white neck and creamy breast;
Are things on which the dazzled senses rest
Till the fond, fixed eyes forget they stare.
From such fine pictures, Heavens ! I cannot dare
To turn my admiration, though unpossess'd
They be of what is worthy,—though not drest
In lovely modesty, and virtues rare.
Yet these I leave as thoughtless as a lark:
These lures I straight forget,—e'en ere I dine,
Or thrice my palate moisten: but when I mark
Such charms with mild intelligences shine,
My ear is open like a greedy shark,
To catch the tunings of a voice divine.


Ah ! who can e'er forget so fair a being ?
Who can forget her half-retiring sweets ?
God ! she is like a milk-white lamb that bleats
For man's protection. Surely the All-seeing,
Who joys to see us with his gifts agreeing,
Will never give him pinions, who intreats
Such innocence to ruin,—who vilely cheats
A dove-like bosom. In truth there is no freeing
One's thoughts from such a beauty; when I hear
A lay that once I saw her hand awake,
Her form seems floating palpable, and near:
Had I e'er seen her from an arbour take
A dewy flower, oft would that hand appear,
And o'er my eyes the trembling moisture shake.

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Sonntag, 29. Oktober 2006
Menschenverstand
ist eine herrliche Sache, allein das unbeholfenste, unbrauchbarste Ding von der Welt bei solchen Gelegenheiten, wo man ihn nicht nötig hat. Wer sagt euch denn, daß ihr ihn brauchen sollt, wenn ihr eine Ode lesen wollt? Sie sind bei schlummernden Menschenverstand geschrieben, und ihr beurteilt sie bei wachendem. Mit einem Wort: das rechte Werk ist da, aber ihr bringt den rechten Kopf nicht. Wenn ein Buch und ein Kopf aneinander stoßen und es klingt hohl, ist das allemal im Buch? Horaz hätte ganz andere Oden geschrieben, sagen sie. Es wären Zeilen darin, die bewundere man immer mehr, je älter man würde und je öfter man sie läse, dahingegen die meisten deutschen Oden immer einfältiger klingen, je öfter man sie läse. (...) Ihr Haubenstöcke, wer sagt euch denn, daß ihr unsere Odensänger mit dem Horaz vergleichen sollt? Was? Horaz lebte an einem der ersten Höfe der Welt und in einer Stadt, die das Herz des menschlichen Geschlechts genannt werden konnte. (...)
G. Chr. Lichtenberg (1742 - 1799), Aphorismen

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Zukunft
Zukunft
by rabe489 (Mi, 17. Okt, 20:25)
1.Mai 2012_3
...
by rabe489 (Di, 1. Mai, 16:38)
1.Mai2012_2
..
by rabe489 (Di, 1. Mai, 16:37)
Glut
http://rabe500.lima-city.de/
by rabe489 (Mo, 23. Apr, 23:33)

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